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Rund 6,2 Millionen Euro Fördermittel für Klosterareal

Staatssekretärin Simone Schneider hat dem Bürgermeister der Stadt Konz, Joachim Weber, am Freitag, 24. Januar einen Förderbescheid in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro überreicht. Mit dem Geld aus dem Bund-Länder-Programm „Sozialer Zusammenhalt – Soziale Stadt“ wird die Entwicklung des Klosters und die Gestaltung des Klosterumfeldes gefördert.

Im vergangenen Jahr konnte bereits der erste Bauabschnitt der Klostersanierung und -aufwertung weitestgehend abgeschlossen werden. Dieser beinhaltete die Außenhülle, unter anderem einen neuen Anstrich in den historisch belegten Farben sowie die Erneuerung vieler Fenster. In den kommenden Wochen wird das Gerüst abgebaut.

Die Ausführungsplanung für den nächsten Bauabschnitt läuft bereits auf Hochtouren. In diesem stehen Arbeiten im Innenbereich des Klosters an. Ziel ist es, das Kloster zu einem Ort der Begegnung zu machen – u.a. mit einem Stadtteiltreff, Barrierefreiheit auf allen Ebenen, multifunktional nutzbaren Räumen sowie eine neue Fluchttreppe für den Festsaal. Nach der Ausschreibung können die Arbeiten voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte beginnen und frühestens Ende 2026 abgeschlossen werden.

Bürgermeister Joachim Weber nahm im Sitzungssaal des Konzer Rathauses den Förderbescheid für Karthaus entgegen, den Staatssekretärin Simone Schneider überreichte. (Foto: VGV Konz, Susanne Nenno)

„Die Entwicklung des Klosters Karthaus ist ein enorm wichtiges Projekt für die Stadt Konz. Neben der baulichen Sanierung und Umgestaltung ist vor allem die inhaltliche Neukonzeption als zukünftiges Bürgerzentrum für alle Bewohner der Stadt wichtig. Hier wird ein Ort der Begegnung, der Kultur, der Bildung und der Vereine geschaffen, der den Zusammenhalt der Bürgerinnen und Bürger weiter stärken wird. Mein besonderer Dank gilt dem engagierten Team für die hervorragende Zusammenarbeit und dem Ministerium für das Vertrauen. Ohne die finanzielle Hilfe wäre die Umsetzung eines solchen Projektes nicht möglich“, so Bürgermeister Joachim Weber.

Neben dem Klostergebäude wird auch das Umfeld weiterentwickelt. Im Fokus stehen vier zentrale Bereiche: der Klosterpark, der Klosterhof, das Entrée sowie die Zuwegung zum Kloster. „Der Klosterpark wird umfassend saniert, umgestaltet und mit einer modernen Beleuchtung versehen, damit die historische Mauer in neuem Glanz erstrahlt“, so Innenstaatssekretärin Simone Schneider bei der Übergabe des Förderbescheids im Konzer Rathaus. Land und Bund unterstützen die Entwicklung des Fördergebiets Karthaus seit 2010 und haben neben dem Klosterareal z.B.  den Platz an der evangelischen Kirche sowie die Gestaltung mehrerer Straßen und des Moselufers sowie die Umsetzung des Quartiersmanagements finanziell unterstützt.

Sanierungsarbeiten am Kloster haben begonnen

Seit Anfang Mai herrscht im und rund um das Kloster geschäftiges Treiben. Grund dafür sind die Sanierungsarbeiten am Kloster. Ein Teil dieser auch aus Denkmalpflegemitteln gefördert Arbeiten muss noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Dass die letzte Sanierung des Klostergebäudes schon einige Zeit zurück liegt, wird schon auf den ersten Blick klar. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Zahn der Zeit am Gebäude genagt hat. Neben der verwitterten Fassade sind auch Schäden an den Sandsteineinfassungen und an vielen der Fenster sichtbar und bedürfen einer Erneuerung. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen wurden in den vergangenen Wochen Aufträge für Steinmetz-, Klempner-, Maler-, Putz- und Stuckarbeiten vergeben sowie die Arbeiten für den Einbau neuer Fenster und zur Bodendämmung des Speichers. Die Arbeiten sollen in den kommenden Wochen beginnen. Daher wird seit Anfang Mai ein Gerüst rund um das Kloster aufgebaut und im Klosterinneren haben die Nutzer damit begonnen das Gebäude zu räumen.
Zur Durchführung der Arbeiten am und im Kloster kann das Kloster ab dem 15. Mai zudem nicht mehr für die Aktivitäten der Vereine, für Veranstaltungen und Sitzungen genutzt werden. Hierzu gab es mit den im Kloster beheimateten Vereinen und Nutzergruppen in den zurückliegenden Wochen viele Gespräche und mit Unterstützung durch den Quartiersmanager und durch die Stadt Konz haben inzwischen alle Nutzer andere Räume für ihre Treffen, Musik- und Gesangsproben oder sportlichen Aktivitäten gefunden. Um einen schnellen Ablauf der Arbeiten sicherzustellen und Unfälle zu vermeiden, kann das Kloster dann bis zum Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr genutzt werden.

Parallel zu der Umsetzung dieses ersten Bauabschnitts laufen die Planungen für die weiteren Bauabschnitte im Gebäudeinneren auf Hochtouren. Diese beinhalten vor allem die Erneuerung der Sanitäranlagen, der Gebäudeinstallation und der Einbau eines neuen Aufzugs, mit dem zukünftig auch die Zwischenebenen im Südflügel barrierefrei erreichbar sein wird. Dies, sowie die multifunktionale Ausstattung der verschiedenen Räume, ist eine zentrale Forderung des, im vergangenen Jahr gemeinsam mit den Nutzern des Klosters entwickelten, Nutzungskonzepts. Außerdem sollen im Gebäude Räumlichkeiten für das Stadtteilbüro, das Jugendnetzwerk Konz, die Volkshochschule und weitere Akteure hergerichtet werden, die nach Ende der Bauarbeiten mit ihren Geschäftsstellen und Angeboten ins Kloster einziehen und so die soziale Infrastruktur in Karthaus verbessern.

Auch für die Umfeldgestaltung laufen aktuell die Planungen weiter. Auf der Basis der in 2021 beschlossenen Rahmenkonzeption sollen die Flächen rund um das Kloster in den kommenden Jahren funktional und optisch aufgewertet werden.

Bis es so weit ist, werden aber noch viele Handwerker am und im Kloster zu sehen sein. Der Anfang ist aber gemacht und die Fördergeber haben durch die Bereitstellung von Gelder ihrerseits einen wichtigen Beitrag zur Umsetzbarkeit geleistet.